Meine erste Plasmaspende

Aktualisiert: Apr 15

Zwei Wochen nach meiner Blutspende rückte nun der Termin für meine erste Blutplasmaspende näher. Ich achtete am Tag der Spende wieder auf eine gesunde Ernährung und versuchte ausreichend zu trinken. Tagsüber freute ich mich sogar auf die neue Erfahrung.

Als ich mich auf den Weg zu meiner ersten Plasmaspende machte, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie genau das Plasma eigentlich aus dem Blut gewonnen wird und was mich heute erwartet. Ich wusste zwar ungefähr, wie die Spende abläuft aber ein wenig nervös war ich trotzdem.

Im Blutspendezentrum angekommen wurde mir dann bewusst, dass mein Termin so langsam aber sicher näher rückte. Da meine Daten bei der Blutspende bereits aufgenommen wurden, war die Anmeldung in ein paar Minuten erledigt. Wie auch schon bei der Blutspende, wurde der Blutdruck gemessen und der Eisenwert ermittelt, beide Werte waren im Idealbereich. Außerdem wurde ich gewogen, um die Menge zu ermitteln, welche ich spenden werde. Anschließend bekam ich noch meinen Spendeausweis und ging mit meinem ausgefüllten Fragebogen zum Wartebereich, wo ich nach kurzer Zeit aufgerufen wurde. Wie schon bei meinem letzten Termin hat mich auch diesmal eine freundliche Mitarbeiterin empfangen. Sie brachte mich zu einer der Liegen. Während sie alles vorbereitete, legte ich mich schon hin und versuchte nicht an die Nadel zu denken. Im Vorfeld durfte ich mich wieder für einen Arm entscheiden und mir sogar die Vene aussuchen, in die die Nadel gestochen werden soll. Viele Menschen würden das wohl machen, da es manchmal aus der Erfahrung vergangener Spenden nur über eine Vene richtig gut funktioniert, die endgültige Endscheidung trifft aber der oder Mitarbeiter/in.

Die Mitarbeiterin hat mir einiges erklärt und ich habe immerzu genickt. In diesem Moment waren meine Gedanken dann doch eher bei dem Einstich.

Am Ende war es, wie auch bei der Blutspende, jedoch halb so schlimm. Ich bilde mir ein, dass die Nadel beim Plasmaspenden sogar ein wenig kürzer war, wie bei meiner Blutspende. So oder so merkt man den Piks nur kurz. Die Mitarbeiterin schloss mich nun noch an die Maschine neben mir an, welche mein Plasma letztendlich heraus filtern soll. Schon ging es auch los.

Ab jetzt merkte ich kaum noch, dass mir abwechselnd Blut abgenommen und wieder zurück gepumpt wurde. Die gute halbe Stunde verging für mich sehr schnell und verlief in meinem Fall ohne Komplikationen oder Auffälligkeiten. Nachdem ich mit der Plasmaspende fertig war, bekam ich noch das Natriumchlorid in die Vene. Am Anfang war ich ein wenig geschockt über die im Vergleich zur Körpertemperatur kalte Flüssigkeit. Im Laufe des Vorgangs gewöhnte man sich jedoch daran.

Die Kochsalzlösung war in kurzer Zeit fertig injiziert und die Maschine neben mir gab ein Signalton von sich. Die Mitarbeiterin kam wieder zu mir und fragte mich, ob alles gut ist. Währenddessen ich ihr darauf antwortete, entfernte sie auch schon die Nadel aus meinem Arm und ich musste einen Tupfer auf die Einstichstelle drücken. Derzeit kümmerte sie sich um mein Plasma und füllte die Röhrchen ab. Anschließend machte sie mir einen Druckverband und ich durfte sofort aufstehen und wieder zum Eingangsbereich gehen.

Dort trank ich noch einen Kaffee und holte meine Aufwandsentschädigung ab.

Abschließend kann ich sagen, dass alles glatt gegangen ist und man vor einer Spende keine Angst haben muss. Es wurde sich gut um mich gekümmert und regelmäßig nachgefragt, wie es mir geht. Während der Spende verspürte ich keinerlei Schmerzen oder Ähnliches und die Zeit verging im Verhältnis zu meiner ersten Spende schon viel schneller. Außerdem sinkt die Angst vor der Nadel mit jeder Spende weiter.

Ich gehe auf jeden Fall weiter spenden. Ich kann Menschen helfen und nebenbei bekommt man dafür auch noch Geld. Klingt fast zu schön um wahr zu sein.

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