Was passiert mit dem Blut nach der Spende?

Bzw. wohin kommt der Blutbeutel am Ende des Tages und wie wird es weiter verarbeitet? 

 

Wer sich die Blutbeutel etwas genauer anschaut, stellt fest, dass es sich nicht um einen einzelnen Blutbeutel handelt. Eigentlich hängen vier Stück aneinander und bei der Weiterverarbeitung verlässt das Blut niemals den Beutel.
 

Die Bilder und Informationen im folgenden Text beziehen sich allein auf die Haema Verarbeitung in Leipzig, sie können je nach Einrichtung und Blutspendedienst abweichen.

Das gespendete Blut wird dem Empfänger heutzutage nicht mehr in seinem natürlichen Zustand verabreicht. Deshalb werden die gekühlten Blutkonserven nach einer bestimmten Zeit abgeholt und zur Weiterverarbeitung transportiert. Dort werden sie sortiert und eingescannt.

3. Annahme und Sortierung des Blutes mit
4.Eingangskontrolle des Vollblutes.jpg

Das Blut aus den Röhrchen wird auf Krankheiten und sonstige Auffälligkeiten kontrolliert. Danach werden die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten, aus dem Blut entfernt, da diese nicht mehr benötigt werden. Dafür werden die Blutbeutel aufgehangen und der gesamte Inhalt fließt durch den Leukozytenfilter. Anschließend kann der Filter und der erste Beutel entfernt werden.

5. Vollblut läuft durch Ery Filter.jpg
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Im weiteren Verlauf wird das Blut zentrifugiert und so in seine weiteren Bestandteile: die Erythrozyten, und das Plasma, aufgeteilt. Mit einer Maschine wird das Plasma aus dem zweiten Beutel gedrückt und von den anderen Bestandteilen getrennt. Die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) kommen in den letzten Beutel und werden dort mit einer Nährlösung versetzt, um länger aufbewahrt werden zu können.

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12. Maschine die Plasma abtrennt.jpg

Nur 49 Tage sind diese Erythrozytenkonzentrate dann haltbar. Die Blutkonserve ist nach Hinzugabe der Lösung bereit, dem Empfänger verabreicht zu werden. Die fertige Konserve wird nun an Krankenhäuser oder ähnliche Einrichtungen geliefert.

18. Übergabe an den Fahrer.jpg
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Das Plasma hingegen wird schockgefroren, um später zu Medikamenten und anderen medizinische Produkte wie Organkleber verarbeitet zu werden. Wenn der Spender mindestens vier Monate später zu einer weiteren Spende kommt und bei der Laborkontrolle immer noch keine Auffälligkeiten auftreten, ist das Plasma zur Verarbeitung zugelassen. Bei idealer Lagerung ist das Plasma bis zu zwei Jahre haltbar.

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Aus der Vollblutspende entstehen also zwei wichtige Produkte: das Erythrozytenkonzentrat und das Blutplasma. Diese werden dringend für die Behandlung schwerkranker oder verunglückter Menschen, sowie für wissenschaftliche Zwecke benötigt.